Diese Forderung kann dein Kind nicht erfüllen!

„Dann wehre dich!“

höre ich immer wieder Eltern sagen. Ist doch ganz einfach. Sag Nein, sag, was du nicht willst – fertig.

Ist das wirklich so einfach? Kannst du das auch? Kannst du Vorgesetzten, Kollegen, Nachbarn, Parklücken-Wegnehmern, Fahrradweg-Pöblern und deiner Mutter auch direkt ins Gesicht sagen, was dich stört?

Das Problem für unser Kind liegt aber tiefer: wir fordern zwei gegenläufige Verhaltensweisen.

Wenn dein Kind mit einem anderen Kind streitet, soll es das mit Worten und nicht mit Fäusten tun. Oder? Ich frag ja nur… Kann ja sein, dass du das anders siehst, als ich…

Wenn dein Kind aber auf einen Menschen trifft, der es wirklich nicht gut meint mit deinem kleinen Schatz, DANN soll es sich wehren: laut, mit Händen und Füßen, notfalls mit Gewalt.

Spürst du den Widerspruch? Ist das möglich? Ich sage nach vielen Jahrzehnten Beschäftigung mit dieser Frage: ich denke nicht.

Es gibt nämlich ein Problem hinter diesem Problem: wann gilt das Eine, und wann das Andere. Dein Kind braucht also Hilfe beim Erkennen, in welcher Situation es sich für den freundlichen und wann für den unfreundlichen (oder auch handgreiflichen) Weg entscheiden soll.

Wie das funktioniert, erkläre ich dir hier.

Viel Erfolg!
Dein ORKA