Schaust du noch Fern – oder sprecht ihr schon?

Was hilft deinem Kind dabei, einen aktiven Wortschatz zu entwickeln?
Genau: aktives Sprechen.
Mit einer kleinen Veränderung kannst du Großes bewirken. Schau selbst:

Habe ich zu viel Angst um mein Kind?

Die Frage nach der Angst werden wir immer wieder besprechen. Sie ist nicht schlecht. Aber…

Wer ist der wichtigste Mensch für dein Kind?

Du hast zu wenig Geld, um deinem Kind den besten Start in sein Leben zu ermöglichen?

Überhaupt: der ganze Rahmen ist nicht optimal. Das Wohnen, die Scheidung, die Arbeitslosigkeit…

Wirklich? Ist das alles das Entscheidende für die Entwicklung deines Kindes?

 

Eines der größten Geschenke, die mir meine Kinder gemacht haben – und noch immer machen

„Aber sie geben einem ja auch so viel…” Kennst du diese Aussage?

Manchmal ernst gemeint, manchmal ironisch. Geben Sie uns wirklich so viel?
Ja: Kinder helfen uns dabei, die Welt anders zu sehen, Probleme gelassener zu betrachten und selber zu wachsen. Egal, wie anstrengend der Alltag auch immer ist: dieses Geschenk machen sie uns Tag für Tag.

Und: sie können uns zeigen, das innere Kind – unser inneres Kind – zu lieben und gegebenenfalls zu heilen. Denn viele unserer Probleme haben ihren Ursprung in unserer Kindheit. Wenn wir unserem Kind helfen, selbstsicher zu werden, kann auch das innere Kind in uns selbstsicherer werden.

Wir überdenken unsere Erziehung und stellen regelmäßig fest: wir schaffen die Probleme selbst. Weil wir unreflektiert den Normen folgen, die einst, vor langer Zeit in unsere jungen Köpfe gepflanzt wurden. “Das tut man nicht…”, “Das sagt man nicht…”, “Was soll der denn von dir denken, wenn du…” und so weiter.

Gemeinsam mit unserem Kind können wir also eine bessere Version unserer Selbst werden.

DAS sind für mich die größten Geschenke, die mir meine Kinder gemacht haben – und noch immer machen.

Aus diesem Grund bin ich auch vor einigen Jahren dazu übergegangen, die Eltern aktiv in mein Training einzubeziehen. Sie erhalten nach den Übungsstunden Unterlagen, in denen ich erkläre, was ihr Kind gelernt hat – und vor allem, weshalb es diese Inhalte erlernt hat.

Außerdem lade ich dich ein, gemeinsam mit deinem Schatz – diesem tollen, jungen Wesen – weiter zu üben und selber etwas zu lernen.

Falls du mehr erfahren möchtest, komm einfach zu einem meiner Info-Abende. Dort gehe ich auch auf diesen Aspekt der Erziehung ein. Es lohnt sich!

 

Ist Angst hilfreich, um mein Kind zu schützen?

Immer wieder werde ich gefragt: „Wie ist denn das nun mit der Angst: ist sie gut oder schlecht?”

Das kann ganz klar beantwortet werden: Angst ist gut.

Gut, wenn es darum geht, zu überleben. Wir, die Menschheit, haben hunderttausend Jahre überlebt, weil wir Angst kennen. Sie macht vorsichtig, aufmerksam – und sie schützt uns.

Sie ist allerdings überflüssig, wenn sie überflüssig ist. Wie bitte? Damit meine ich folgendes: Angst ist nicht erforderlich, wenn ihre Warnfunktion keinen Sinn hat. Stell dir bitte ein Kind vor, dass aus einer Familie mit viel Gewalt und Drogenmissbrauch herausgenommen wird und zu einer Pflegefamilie kommt. Es wird natürlich all seine Erfahrungen in Verhaltensweisen übertragen, auch wenn diese eigentlich nicht mehr erforderlich sind. Es könnte entspannen und vertrauen, ist aber noch nicht in der Lage, das zuzulassen, weil es ständig auf der Hut ist.

Etwas Ähnliches erzeugen wir, wenn wir unserem Kind Angst MACHEN vor der bösen Welt da draußen. Wir drehen das Verhalten des Pflegekindes quasi um: du kommst zwar aus geborgenen Verhältnissen, aber da draußen herrschen Gewalt und Menschen, die dir etwas Böses antun wollen.

Also doch die rosarote Brille? Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb? Nein, natürlich nicht. Doch ein realistisches Weltbild hilft. Der Straßenverkehr birgt Gefahren. Darauf sollten wir jeden Tag hinweisen. Die Wahrscheinlichkeit jedoch, vom „Schwarzen Mann” (heutzutage mit doppelter Bedeutung…) entführt zu werden, ist hingegen sehr gering. Diese Gefahr ist mit wenigen verinnerlichten Fähigkeiten gut zu kontrollieren. Das Cybermobbing wiederum ist viel wahrscheinlicher, als eine Entführung, wird aber in Familien kaum thematisiert. Und so weiter…

Was also tun?

  • Informiere dich über die tatsächlichen Gefahren!
    Das kannst du ganz einfach tun, indem du dich rechts einträgst und einmal in der Woche Einblicke, Trends, Hinweise auf echte Gefahren, Lösungen, Tipps und Tricks erhältst. Kurz, knackig und auf den Punkt.
  • Vor dem (Be)Sprechen musst du zuhören!
    Hör deinem Kind konzentriert und genau zu. Nicht nebenbei, nicht mit dem Blick auf dein Smartphone.
  • Höre aktiv zu!
    Stelle Verständnisfragen. Lass deinem Kind Zeit und erzähle ggf. von deinen eigenen Erfahrungen.
  • Sprich im Aktiv!
    Worte spiegeln deine innere Haltung wider.

    • Wurde jemand Opfer oder
    • Hat sich jemand zu spät gewehrt?
      Beide Aussagen können das Selbe meinen. Der erste Satz steht aber im Passiv, während der Zweite im Aktiv geschrieben ist. Welche innere Haltung gibst du an dein Kind weiter?
  • Entwickle mit deinem Kind Sicherheits-Routinen
    Dein Kind muss sich an Absprachen halten. Es soll um 13:30 Uhr zu Hause sein? Sorge dafür, dass es pünktlich ist. Es wurde in der Schule geärgert? Schaffe aktiv den vertrauensvollen, ruhigen Raum, in dem es sich dir öffnen kann. Dränge dein Kind nicht zu Antworten, sondern schaffe Gelegenheiten für den entspannten Austausch. Wann habt ihr das letzte Mal miteinander gebastelt oder gespielt?

Viel Erfolg!
Dein ORKA

 

Der grundlegende Fehler eines herkömmlichen Selbstverteidigungs-Kurses

Wann geht es los?

 

Das ist eine der wichtigsten Fragen wenn es darum geht, sich vor negativen Einflüssen durch andere Menschen zu schützen.

Wann geht es los? Wann sollte ich mich wehren? Wann muss ich nicht mehr nett, kooperativ und gut erzogen handeln, sondern einem anderen Menschen meine Grenzen aufzeigen?

Lass uns vom Einfachen zum Schwierigen gehen. Beginnen wir mit einem Selbstverteidigungskurs.

Du willst, dass dein Kind sich wehren kann gegen Menschen, die es nicht gut meinen mit deinem kleinen Liebling. Also ab zum SV-Kurs. SV steht für Selbstverteidigung. Sich selbst verteidigen können setzen die meisten Menschen mit Kämpfen gleich. Es geht dann um Griffe, Hebel, böse Blicke, laute Worte und den Worst Case, den schlimmsten Fall also.

Ich habe solche Kurse auch viele Jahre angeboten. Sie sind nicht schlecht. Aber sie geben in den meisten Fällen nicht die richtige, die entscheidende Antwort.

Warum nicht?

Im Grunde ist es ganz einfach. Dein Kind betritt einen Raum und weiß in dem Moment, worum es gleich gehen wird. Egal, ob Dojo und Gi (das sind Übungshalle und “Judo-Anzug”) oder Turnhalle und Trainingsanzug: es ist klar, was gleich geschehen wird.

Einer greift an, einer verteidigt sich – und eine Lehrerin oder ein Lehrer vermitteln diverse Techniken, achten auf Distanzen und Körperhaltung.

Szenenwechsel.

Dein Kind spielt auf dem Schulhof und wird aus dem Nichts heraus von einem zwei Jahre älteren Mitschüler geschubst und anschließend ausgelacht.

Was soll es jetzt tun?

Für diesen Blog-Beitrag möchte ich darauf nicht weiter eingehen – wir schauen uns das immer wieder mal an. Mir geht es hier nur darum dir zu erklären, wo das Problem liegt. Dein Kind war nicht vorbereitet. Es kann jetzt nur abrufen, was es IN DIESER SITUATION abrufbar in seinem Kopf hat.

Das zu erreichen ist mein Ziel. Es ist möglich, erfordert aber ein ganz anderes Herangehen an diese Herausforderung!

Willkommen in meiner Welt 😉
In den asiatischen Kampfkünsten gibt es einen Satz, der seit vielen Jahren weiter gegeben wird: “Die Sieger stehen vor dem Kampf fest”.

Ändere das Wort “Kampf” in “Ausgang der Konfrontation” dann erhältst du diesen Satz: “Die Sieger stehen vor dem Ausgang der Konfrontation fest”.

Bezogen auf das Beispiel eben bedeutet das, dass dein Kind diese Auseinandersetzung meistern kann, wenn es die Lösung bereits im Kopf mit sich trägt. Wir können nicht verhindern, geschubst zu werden – ich auch nicht. Doch was danach geschieht, können wir kontrollieren. Und wir können es kontrollieren, wenn wir eine einfache und blitzschnell abrufbare Antwort parat haben.

Wie das funktioniert, schauen wir uns an. An dieser Stelle möchte ich auf meine Kurse für Kids 7-10 Jahre) und Teens (11-14 Jahre hinweisen). Ruf mich an oder schicke mir eine Mail, wenn du hierzu Fragen haben solltest.

Viel Erfolg!
Dein ORKA

Diese Forderung kann dein Kind nicht erfüllen!

“Dann wehre dich!”

höre ich immer wieder Eltern sagen. Ist doch ganz einfach. Sag Nein, sag, was du nicht willst – fertig.

Ist das wirklich so einfach? Kannst du das auch? Kannst du Vorgesetzten, Kollegen, Nachbarn, Parklücken-Wegnehmern, Fahrradweg-Pöblern und deiner Mutter auch direkt ins Gesicht sagen, was dich stört?

Das Problem für unser Kind liegt aber tiefer: wir fordern zwei gegenläufige Verhaltensweisen.

Wenn dein Kind mit einem anderen Kind streitet, soll es das mit Worten und nicht mit Fäusten tun. Oder? Ich frag ja nur… Kann ja sein, dass du das anders siehst, als ich…

Wenn dein Kind aber auf einen Menschen trifft, der es wirklich nicht gut meint mit deinem kleinen Schatz, DANN soll es sich wehren: laut, mit Händen und Füßen, notfalls mit Gewalt.

Spürst du den Widerspruch? Ist das möglich? Ich sage nach vielen Jahrzehnten Beschäftigung mit dieser Frage: ich denke nicht.

Es gibt nämlich ein Problem hinter diesem Problem: wann gilt das Eine, und wann das Andere. Dein Kind braucht also Hilfe beim Erkennen, in welcher Situation es sich für den freundlichen und wann für den unfreundlichen (oder auch handgreiflichen) Weg entscheiden soll.

Wie das funktioniert, erkläre ich dir hier.

Viel Erfolg!
Dein ORKA